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Wohnmobilreise nach Mitteldalmatien in Kroatien über die Südsteiermark und Kärnten

Zu Beginn:

Wir haben schon sehr lange keinen Badeurlaub im Süden am Meer verbracht. Vom Markt Feucht sind wir zum 30-jährigen Partnerschaftsjubiläum mit der Partnergemeinde Leutschach in der Südsteiermark eingeladen. Diese Gelegenheit nutzen wir zur Weiterfahrt nach Kroatien. Bisher kennen wir in Kroatien nur die Halbinsel Istrien und die Insel Krk. Darum entscheiden wir uns für einen Abstecher auf die Insel Murter und dafür, danach die Küste Dalmatiens zu erkunden. Die dalmatinische Küste kennen wir teilweise von unseren Jugendreisen und sind gespannt, wie sich die Region verändert hat.

Reisebeschreibung:       
Reisebeginn:  Mittwoch 24.06.2015
Reiseende:  Montag 13.07.2015 
Übernachtungen: 19 
gefahrene Kilometer:  2.234 km

Literaturempfehlung:
• Band 48 WOMO-Reihe „Mit dem Wohnmobil nach Kroatien“ Peter Simm und Silvia Sussmann (17,90 Euro)
• DCC-Campingführer Europa 2012, 62. Auflage
• Euro-Cart Austria,  Maßstab 1:300.000 (7,00 Euro)
• Euro map Kroatische Küste, Maßstab 1:250.000 (Hallwag International)
• Reisemobil Bordatlas Deutschland und Europa 2015 (24,90 Euro)

Tagesetappe 1:
Mittwoch, 24.06.2015 von Rednitzhembach nach Sankt Pankraz in Österreich
Tageskilometer: insgesamt: 359 km
Übernachtung: Wohnmobilstellplatz: Gasthof Steybrücke, Kniewas 17, A-4572 Sankt Pankraz, GPS: N47°46'17" E14°10'13"
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: kostenlos
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für eine Übernachtung: keine

Wir beginnen unsere Reise nach dem Mittagessen. Unser erstes Reiseziel ist Leutschach in der Südsteiermark, wo wir von Freitag bis Sonntag zum 30-jährigen Partnerschaftsjubiläum zwischen dem Markt Feucht und der Gemeinde Leutschach eingeladen sind. Als erstes Übernachtungsziel wählen wir Sankt Pankraz. Unweit der Autobahn befindet sich dort am Gasthof Steybrücke, Kniewas 17, A-4572 Sankt Pankraz, ein Wohnmobilstellplatz. Für Gäste des Gasthofes ist die Übernachtung kostenlos. Der Stellplatz verfügt über ca. 30 Stellplätze und ist auch für große Wohnmobile gut geeignet. In einem Nebengebäude des Gasthofes befinden sich Duschen und WC, die von den Wohnmobilgästen benutzt werden können. Außerdem befindet sich im Rückgebäude im Obergeschoß ein Wilderermuseum.

Nach dem Abendessen im Gasthof unternehmen wir noch einen kleinen Spaziergang zum nahegelegenen Badesee und dem dort befindlichen kleinen Campingplatz.


01 Wohnmobilstellplatz Sankt Pankraz


02 Gasthof Steybrücke mit Wilderermuseum


03 Badesee


04 Blick von der Brücke an der Stey zum Gasthof

Tagesetappe 2:
Donnerstag, 25.06.2015 von Sankt Pankraz nach Leutschach
Tageskilometer: insgesamt: 214 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Freibad, Marburger Straße A-8463 Leutschach
Anzahl Übernachtungen: 4
Kosten: keine
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für vier Übernachtungen: keine

Leutschach an der Weinstraße, wo Wein und Hopfen zur Vollendung reifen und die Landschaft selbst ein Kunstwerk ist

Am nächsten Morgen fahren wir weiter zu unserem ersten Reiseziel nach Leutschach in der Südsteiermark. Dort wollen wir an den dreitägigen Partnerschaftsfeierlichkeiten, 30 Jahre Partnerschaft zwischen dem Markt Feucht und der Gemeinde Leutschach, teilnehmen, die am Freitagabend offiziell beginnen. In Leutschach suchen wir nach einem geeigneten Stellplatz. Dieser soll möglichst nahe am Ortszentrum Leutschach liegen, da von dort aus sämtliche Partnerschaftsaktivitäten ausgehen.

In Leutschach im südsteirischen Rebenland und in der näheren Umgebung gibt es im Reisemobil Bordatlas mehrere Stellplatzangebote. Von unserem letzten Aufenthalt kennen wir den wunderbar gelegenen Wohnmobilstellplatz beim Weingut Peter Grill, Kranach 48, A-8463 Leutschach , (GPS: N46°41’03’’E15°28’15’). Von dem Stellplatz aus hat man einen herrlichen Panoramablick in alle vier Himmelsrichtungen. Der noch im Stellplatzführer genannte Wohnmobilstellplatz an der Ölpresse Resch ist nicht mehr vorhanden. Weitere Stellplatzmöglichkeiten befinden sich beim Buschenschank Krampl, Schlossberg 9, A-8463 Leutschach, (GPS: N46°38’20’’E15°27’31’), Camping Route 69, Eichberg-Trautenburg 69, A-8463 Leutschach.


05 Wohnmobilstellplatz Camping Route 69 Leutschach

Wir nehmen gerne die Einladung der Gastgemeinde Leutschach an, unser Wohnmobil auf dem Parkplatz vor dem Schwimmbad abzustellen. Von hier aus können wir problemlos zu Fuß an allen geplanten Feierlichkeiten und Ausflügen teilnehmen. Gleichzeitig dürfen wir die gesamte Infrastruktur des Schwimmbades mitbenutzen. Nach unserer Ankunft kaufen wir uns eine 3-Stunden-Eintrittskarte, gehen in dem solarbeheizten Schwimmerbecken erst einmal schwimmen und essen anschließend in der Freibadgaststätte zu Mittag. Gerne nehmen wir noch im parkähnlich blumengeschmückten, gemütlichen Freibad ein Sonnenbad. Anschließend erkunden wir den Ort bei einem ausgiebigen Spaziergang durch Leutschach. Den Abend verbringen wir im Wohnmobil.    


06 Parkplatz vor dem Freibad Leutschach


07 Freibad in Leutschach


08 Blick auf die Kirche in Leutschach


09 Kleiner Park in Leutschach


10 Hauptstraße in Leutschach

Am nächsten Morgen kaufen wir uns eine Tageskarte für das Freibad und gehen bereits vor dem Frühstück schwimmen. Nach dem Frühstück machen wir eine längere Radtour entlang der Glanzer Hoftour durch die prachtvollen Weinberge von Leutschach und Umgebung. Eine wunderbare Landschaft mit herrlichen Blicken ins gesamte Weinland erwartet uns.


11 Blick über das südsteirische Rebenland

Im Weingut Eory am Pößnitzberg in Glanz (Pössnitz 65, A-8463 Leutschacht) essen wir bei toller Aussicht sehr gut zu Mittag. Im Sitzgarten mit den dahinplätschernden Weinstockbrunnen kann man die ausgezeichneten Weine sowie eine große Auswahl an steirischen Köstlichkeiten, verfeinert mit saisonalen Gerichten genießen. Auf dem „Eorykogel“, vor dem Weingut oben auf 446 m Seehöhe, befindet sich die "Weltgrößte Weintraube". Von dort aus hat man einen großartigen Rundblick in das südsteirische Paradies, einer einzigartigen und wunderschönen Gegend.


12 Blick vom Weingut Eory über das südsteirische Rebenland


13 Weingut Eory


14 Weinstockbrunnen auf dem Weingut Eory


15 Blick vom Weingut Eory Richtung Slowenien


16 Weltgrößte Weintraube auf dem „Eorykogel“

Zurück von unserer Fahrradtour besuchen wir erneut das Freibad und gehen dort ausgiebig schwimmen. Anschließend machen wir uns auf zum Kniely Haus in der Arnfelser Straße 10 in Leutschach, wo der Begrüßungsabend mit den Partnerschaftsgemeinden bei Buschenschankbetrieb stattfindet. Das Kniely Haus, im Zentrum von Leutschach, wurde bereits vor 1700 erbaut und ist nach seiner Generalsanierung heute das Zentrum für Kunst, Kultur und Kommunikation im Rebenland.


17 Unterhaltungsmusik beim Begrüßungsabend

Am Samstagmorgen nehmen wir an der Panoramarundfahrt mit dem Bus durch das südsteierische Rebenland mit anschließendem sehr gutem Mittagessen im Buschenschank Weingut Fellner, Glanz 57, A-8463 Leutschach teil. Während der Busfahrt werden vom Bürgermeister a. D. Karl Neubauer die abwechslungsreiche Landschaft, die Orte und die Geschichte der Südsteiermark fachkundig und sehr kurzweilig erklärt.


18 Aussichtsturm auf dem Kreuzberg


19 Blick vom Aussichtsturm über das südsteirische Rebenland


20 Grenztisch zwischen Glanz an der Weinstraße in Österreich und Kungota in Slowenien

Nach dem Mittagessen erwartet uns bereits der Wanderführer zu einer kleinen Wanderung zurück nach Leutschach. Leider werden wir unterwegs von heftigen Regenschauern überrascht. Wir stellen uns unterwegs unter großen Bäumen unter, um uns vor dem heftigen Regen zu schützen. Von dort werden wir vom Bus abgeholt und können die Wanderung nicht bis zum Ziel durchführen.

Am Abend finden die Partnerschaftsfeierlichkeiten mit Festakt im Feuerwehrhaus der Gemeinde Leutschach statt.


21 Blaskapelle Leutschach

Am Sonntagmorgen stellen sich die Freiwilligen Feuerwehren Leutschach und Moosbach/Markt Feucht vor dem Kniely Haus auf und marschieren zusammen mit der örtlichen Blaskapelle zum Feuerwehrhaus, wo 35 Jahre Partnerschaft mit einer Feldmesse und einem Festakt gefeiert werden. Anschließend findet ein gemütlicher gemeinsamer Frühschoppen statt.


22 Aufmarsch der Feuerwehren Moosbach/Feucht und Leutschach


23 Aufstellung zum Festakt vor dem Feuerwehrhaus in Leutschach

Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Bus nach Sveti Duh (Wandertipp). Die Kirche zum Heiligen Geist am Osterberg (slowenisch: Sveti Duh) liegt  in der Gemeinde Selnica ob Dravi (Slowenien) nahe der Staatsgrenze zum österreichischen Bundesland Steiermark. Schon viele Jahrhunderte gab es auf dem Osterberg bei Leutschach eine Holzkirche. Um 1618 wurde die Kirche von den Behörden in Brand gesetzt. „Die Kirche wurde dann 1667 von Anna Crescentia von Stubenberg neu erbaut und 1709 dem Heiligen Geist geweiht. Rund um die Kirche entstand der Pfarrort Heiligengeist. Die Gottesdienststätte war ursprünglich eine Kapelle der Pfarre Leutschach, 1789 wurde sie zur Localie (Filialkirche) von Leutschach, 1892 zur selbständigen Pfarre. Die Pfarre Heiligengeist umfasste neben weiten Teilen der ehemaligen österreichischen Gemeinde Schloßberg auch die heute zu Slowenien gehörenden Gebiete um den Ort Heiligengeist. Die Kirche ist ein Wallfahrtsort und beliebtes Ausflugsziel. Am Pfingstsonntag findet alljährlich das große Wallfahrerfest mit einem slowenisch- und einem deutschsprachigen Gottesdienst statt. Die Kirche wurde mit Hilfe engagierter steirischer Bürger und Unternehmen renoviert“1)

1)
(https://de.wikipedia.org/wiki/Kirche_zum_Heiligen_Geist_am_Osterberg)


24 Kirche Sveti Duh, zum Heiligen Geist am Osterberg


25 Kapelle neben der Kirche Sveti Duh

In Sveti Duh werden wir von Kaplan Josef erwartet, der uns die Kirche, die Geschichte hierzu und die Umgebung ausführlich erklärt. Kaplan Josef lebt komplett von Spenden und erhält keinerlei Zuschüsse von öffentlichen Stellen. Bereits seit vielen Jahren besteht eine enge Verbindung zwischen dem Kaplan und dem Gesangverein aus Feucht. Mit Spendensammlungen aus Feucht versucht man Kaplan Josef bei seiner Arbeit zu unterstützen.


26 Kaplan Josef mit dem Überbringer der Spenden aus Feucht

Von Sveti Duh aus fahren wir weiter zum Weingut Moserhof, dem auf 700 m höchstgelegenen Weingut Österreichs, Großwalz 81, 8463 Leutschach und nehmen dort an einer Weinprobe mit auszeichneten und aromatischen Weinen teil. Nach der Weinprobe kaufen wir im dazugehörigen Bauernladen noch ein und fahren dann mit dem Bus zurück nach Leutschach.


27 Weinprobe im Weingut Moserhof


28 Dekoration im Verkaufsraum im Weingut Moserhof

In Leutschach besuchen wir noch die Krennmühle in Schloßberg. Die Krennmühle befindet sich seit 1874 im Besitz der Familie Muster und wird derzeit als Lohn- und Handelsmühle betrieben. Die derzeitige Müllerin war österreichweit die jüngste Meisterin ihres Gewerbes. Der selbst gebrannte Schnaps schmeckt hervorragend und kann mit anderen regionalen Köstlichkeiten wie z. B. Kernöl, Kastanienhonig, Käferbohnen und spezielle Mehlsorten preiswert erworben werden.
Mit einem gemeinsamen Abendessen im Landgasthof Tscheppe endet die Partnerschaftsfeier. Wir verabschieden uns und kehren zurück zum Wohnmobil, um am nächsten Tag unsere Wohnmobilreise nach Kroatien zu beginnen. 

Tagesetappe 3:
Montag,29.06.2015 von Leutschach nach Tisno/Jezera in Kroatien
Tageskilometer: insgesamt: 469 km
Übernachtung: auf Campingplatz: Holiday Village, Jezera-Lovisca, HR-22242 Jezera, Kroatien GPS: N43°47`34"E15°37`37" 
Übernachtungen: 3
Kosten: 102,53 € (771,80 Kunar)
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für drei Übernachtung: 102,53 €

Murter – das Tor der Kornaten-Inselgruppe, eine Kolonie von größeren und kleineren Inseln

Nach dem Frühstück fahren wir über die gut ausgebauten Autobahnen Sloweniens und Kroatiens zu unserem ersten Ziel in Kroatien, nach Tisno/Jezera auf der Insel Murter. Die Mautgebühren für ein Wohnmobil mit mehr als 3,5 t Gesamtgewicht (Österreich ca. 300 km: 79 Euro, Slowenien ca. 50 km: 12,50 Euro und Kroatien ca. 400 km: 55 Euro) übersteigen bei der Anfahrt fast die Benzinkosten. Wir bezahlen die Mautgebühren in Kroatien mit Euro, da wir noch kein Geld umgetauscht haben. An der letzten Zahlstelle nennt uns der Kassier als fälligen Betrag 50 Euro. Uns kommt der Betrag für diese Teilstrecke sehr hoch vor. Deshalb verlangen wir eine Quittung. Nur widerwillig händigt uns der Kassier eine Quittung aus und bezahlt das auf der Quittung ausgewiesene Rückgeld in Höhe von 79  Kunar (ca. 10,50 Euro) aus. Deshalb empfehlen wir, auf jeden Fall eine Quittung für die Maut zu verlangen.

Nachdem wir uns einen geeigneten Stellplatz auf dem Campingplatz Holiday Village, Jezera-Lovisca, HR-22242 Jezera ausgesucht und das Wohnmobil dort abgestellt haben, gehen wir im herrlich warmen Meerwasser schwimmen. Die Bucht von Jezera ist wie eine riesengroße Badewanne mit lauwarmem Salzwasser.


29 Stellplatz auf dem Campingplatz Jezera auf der Insel Murter


30 Badestrand auf dem Campingplatz Jezera mit Blick auf Tisno

Neben Murter, dem größten und ältesten Ort, befinden sich auf der Insel drei weitere Ortschaften: Betina, Jezera und Tisno. Wegen ihrer Architektur ist Betina eine der schönsten Ortschaften der Adria, zudem genießt sie den Status des adriatischen Zentrums für Holzschiffbau. Der Ort Jezera zählt zu den stärksten zentraldalmatinischen Fischerzentren, und sein Haupttrumpf ist neben dem Nautiktourismus die Ferienanlage und der Campingplatz Jezera Village. Der Ort Tisno ist der jüngste Ort auf Murter und entstand an einer Stelle, wo die Insel Murter das Festland fast berührt.


31 Blick auf das Ortszentrum von Tisno


31a Blick von den umliegenden Bergen auf Tisno

Am Dienstagmorgen fahren wir mit den Rädern nach Tisno, um am Bankomat  kroatisches Geld abzuheben und Tisno zu besichtigen. Am späten Nachmittag fahren wir mit den E-Bikes auf der alten Küstenstraße am Meer entlang nach Betina und weiter in den Ort Murter. Danach fahren wir an der Westseite der Insel Murter entlang und kommen am Campingplatz Kosirina, Put Kosirina , HR-22244 Betina vorbei. Der Campingplatz liegt in einer idyllischen Bucht mit Kiefern und Olivenbäumen und Blick auf das offene Meer. Wir stellen fest, dass der Campingplatz für große Wohnmobile nur bedingt geeignet ist. Vom Campingplatz aus fahren wir weiter die Hauptstraße über den Bergrücken zurück zum Campingplatz in Jezera. 


32 Blick auf Betina


33 Blick von der alten Küstenstraße auf Betina


34 Geschäftsstraße in Murter


35 Blick von der Hauptstraße auf den Campingplatz Kosirina in Betina


36 Blick vom Bergrücken auf der Hauptstraße zurück nach Murter

Am Mittwochmorgen wollen wir den Campingplatz Jazina in Tisno ansehen. Dieser Campingplatz ist Helmut aus einem Urlaub in den 80er Jahren noch bekannt. Wir fahren mit den E-Bikes in den Ort Jezera und an einem romantischen, neu angelegten Fuß- und Radweg am Meer entlang nach Tisno. Dort fahren wir über die Zugbrücke am Hafen entlang zum Campingplatz Jazina. Die Zugbrücke öffnet in der Hauptsaison täglich von 09:00 Uhr bis 09:30 Uhr und von 17:00 Uhr bis 17:30 Uhr. Der Campingplatz hat sich in den letzten 35 Jahren kaum verändert und ist für große Wohnmobile nur bedingt geeignet. Von Tisno fahren wir zurück in den Ort Jezera und essen im kleinen Restaurant Pirun (bei „Sandra“) Donji put 24, HR-22242 Jezera (Tel. 098 934 1457) sehr gut und preiswert zu Mittag. Das Restaurant wurde uns von Wohnmobilfreunden empfohlen.


37 Fuß- und Radweg zwischen Jezera und Tisno


38 Hafen von Jezera


39 Restaurant Pirun (bei Sandra)

Am Nachmittag gehen wir auf dem Campingplatz im herrlich glasklaren und warmen Meer noch mehrmals schwimmen und verbringen den Abend am Wohnmobil. 
 
Tagesetappe 4:
Donnerstag, 02.07.2015 von Tisno/Jezera nach Sibenik
Tageskilometer: insgesamt: 37 km
Übernachtung: auf Campingplatz: Camping Resort Solaris, HR-22000 Sibenik, GPS: N43°41`54"E15°52`41"
Anzahl Übernachtungen: 4
Kosten: 182,30 €
Nebenkosten: 9,92 € Gebühren des Campingplatzes für Bezahlung mit EC-Karte in Euro
Gesamtkosten für fünf Übernachtungen: 192,22 €

Campingresort Solaris – der perfekte Platz für einen entspannten Urlaub

Heute entscheiden wir uns für die Weiterfahrt Richtung Süden. Wir wollen in die Nähe von Sibenik, um die Stadt zu besichtigen. Heute ist es bereits am Morgen sehr heiß und wir fahren sehr zeitig los. Dabei haben wir nicht bedacht, dass die Zugbrücke in Tisno um 09.00 Uhr für eine halbe Stunde nicht befahrbar ist. Wir stehen vor der Zugbrücke in der prallen Sonne und warten geduldig die halbe Stunde, bis alle Schiffe die Zugbrücke Richtung offenes Meer passiert haben.


40 Zugbrücke in Tisno

Am frühen Mittag kommen wir an unserem nächsten Reiseziel dem Campingresort Solaris, HR-22000 Sibenik an. Wir finden einen wunderschönen schattigen Platz in der Nähe des fantastischen Kiesstrandes.


41 Stellplatz auf dem Campingresort Solaris

Nach einem erfrischenden Bad im glasklaren und warmen Meerwasser besichtigen wir zu Fuß die Einrichtungen des Campingresorts. Dieses Campingresort lässt keine Wünsche offen.  An der vier km langen Küste befinden sich fünf verschiedene Strände. Dazwischen gibt es mehrere Bademöglichkeiten, über Badeleitern im Meer zu schwimmen. Mehrere Bungalowdörfer, fünf Hotels, mehrere Clubs und Bars, eine Beachbar und ein Piratenschiff in Originalgröße, ein Museumsdorf (Dalmatinisches Ethno Dorf), mehrere Restaurants, Minigolf und Animationsangebote lassen keine Langeweile aufkommen. Es sind auffällig viele Familien mit Kindern Gäste des  Campingplatzes. Für Campingplatz-, Hotel- und Bungalowdorfgäste sind alle Einrichtungen des Resorts ohne Einschränkungen nutzbar.

Negativ haben wir empfunden, dass wir bei der Bezahlung der Rechnung mit der EC-Karte für die Bezahlung in Euro eine Bankgebühr von 9,92 Euro bezahlen mussten. Wir wurden vor der Bezahlung nicht auf die Höhe der Bankgebühr aufmerksam gemacht. Erst nach dem Bezahlvorgang und nach Erhalt der Rechnung haben wir den unverschämt hohen Betrag für die Eurozahlung gesehen. Das hat leider den insgesamt guten Eindruck geschmälert. Eine solche Abzocke hat der wunderschön gelegene Platz eigentlich nicht nötig. Wir raten deshalb die Rechnung auf jeden Fall in Kunar zu bezahlen.    


42 Strand vor dem Campingplatz im Campingresort Solaris


43 Strandpromenade im Campingresort Solaris mit Wohnmobilstellplätzen


44 Strandpromenade im Campingresort Solaris mit Wohnmobilstellplätzen


45 Badeplatz vor dem Bungalowdorf im Campingresort Solaris


46 Beachbar im Campingresort Solaris


47 Hotelbadestrand in der Nähe vom Piratenschiff im Campingresort Solaris


48 Dalmatinisches Ethno Dorf im Campingresort Solaris


49 Piratenschiff im Campingresort Solaris


50 Beachbar mit angrenzenden Pool im Piratenschiff mit Campingresort Solaris

Sibenik – Maritimes Kleinod mit der riesigen Kathedrale Sveti Jakov

Am Abend fahren wir mit den E-Bikes die ca. 8 km nach Sibenik in die Altstadt, um den Ort zu besichtigen. Das Kartenmaterial hierfür haben wir uns im Campingresort bereits besorgt. Das im 11. Jahrhundert erstmals erwähnte Sibenik war in der Vergangenheit nicht reich, denn außer bedeutenden kirchlichen und städtischen Bauten gibt es keine Paläste und stattlichen Bürgerhäuser. Unseren Stadtrundgang beginnen wir an der Kathedrale Sveti Jakov, die Weltkulturerbe der UNESCO ist. Auf dem Platz der Republik zwischen der Stadtloggia (Gradska loza) ist eine Bühne und Sitzplätze für eine Open-Air-Veranstaltung aufgebaut. Danach laufen wir durch die schönen Altstadtflaniergassen bis zur Festung Sveta Ana. Von dort hat man eine fantastische Aussicht über Sibenik. Auf dem Rückweg kommen wir am Benediktinerkloster Sveti Luce vorbei. Nach dem Stadtspaziergang fahren wir zurück zum Campingplatz, wo wir den restlichen Abend das umfassende Angebot des Resorts nutzen.


51 Kathedrale Sveti Jakov in Sibenik


52 Stadtloggia (Gradska loza) in Sibenik


53 Kathedrale Sveti Jakov in Sibenik mit Bestuhlung am Platz der Republik


54 Altstadtgasse in Sibenik


55 Altstadtgasse in Sibenik


56 Fantastische Aussicht von der Festung Sveta Ana in Sibenik


57 Stadtansicht von Sibenik vom Hafen aus


58 Blick zur Festung Sveta Ana

Nationalpark Krka-Wasserfälle – eines der großen Naturwunder Europas und bekannteste Naturschönheit Kroatiens

Am Freitagmorgen stehen wir zeitig auf, um mit der Vespa zum ca. 30 km entfernten Nationalpark Krka-Wasserfälle zu fahren. Wir wählen die Anfahrt über den Ort Skradin, am westlichen Ufer der Krka. Von dort aus wird man kostenfrei mit einem Schiff stündlich zum Eingang des Nationalparks gefahren. Wir genießen die halbstündige Schifffahrt bei herrlichem Sonnenschein über den idyllischen Prukljan-See und den Fluss Krka hinauf zum Parkeingang. Die Eintrittskarten für den Nationalpark (110 Kunar je Erwachsener) kann man bereits in Skradin erwerben.


59 Blick auf Skradin am Prukljan-See

60 Personenschiff vor dem Anlegen zur Weiterfahrt zum Parkeingang des Nationalparks

Kurz nach dem Kassenhäuschen kündigt sich die Wasserwunderwelt mit kräftigem Rauschen an. Ein smaragdgrüner See wird von einer Holzbrücke überspannt. In dem türkisblauen Wasser wird auch nach Herzenslust gebadet. Die einzigartige Hintergrundkulisse bietet der größte und eindrucksvollste der Wasserfälle der Skrdinski buk. Über siebzehn kleinere und größere Kalkterrassen stürzt sich der Fluss Krka in die Tiefe. Entlang der Wasserfälle führt ein schattiger Steig, teilweise über Treppen, mit wunderbaren Aussichtsterrassen bis zu einem 1900 m langen Lehrpfad, der die oberen Seen umrundet.  Beim Aufstieg kommen wir an einem Ruinenwasserkraftwerk, an der Kirche des Heiligen Nikolaus, einer historischen Schmiede und einer historischen Wassermühle vorbei. Im Restaurant an der historischen Wassermühle essen wir zu Mittag.


61 Wasserfälle der Skrdinski buk im Krka Nationalpark


62 Krka Nationalpark


63 Krka Nationalpark


64 Krka Nationalpark


65 Krka Fluss in Richtung Skradin


66 Krka Nationalpark


67 Krka Nationalpark


68 Historische Wassermühle im Krka Nationalpark


69 Historische Wassermühle im Krka Nationalpark


70 Beginn des Lehrpfades im Krka Nationalpark


71 Restaurant bei der historischen Wassermühle im Krka Nationalpark

Bevor wir mit dem Schiff zurück nach Skradin fahren, nehmen wir ein erfrischendes Bad unterhalb des Skrdinski buk. Wir müssen etwas auf die Abfahrt des Schiffes warten und freuen uns bereits auf die kurzweilige Rückfahrt.

In Skradin stand eine der Pfalzen des frühkroatischen Königtums. Der kleine Ort wurde im Spätmittelalter zwischen Venezianern und Türken heiß umkämpft. Wir spazieren durch den Ort, über den Hauptplatz und die kleine Gasse bis zum Ortsende. Dort befindet sich der Wohnmobilstellplatz Camp „Skradinske Delicije“, Aleja Skradinskih Svilara 8, Hr-22222 Skradin (GPS: N43°49‘21“E15°56‘14“). Über die Ausstattung des Stellplatzes können wir wenig berichten. Auf dem Rückweg kaufen wir bei einem Winzer noch eine Flasche und am Hafen an einem Marktstand Obst und Gemüse. Der Ort Skradin ist ein Kleinod, das man auf jeden Fall besuchen sollte.


72 Kirchturm in Skradin


73 Kleine Gasse in Skradin


74 Wohnmobilstellplatz Camp „Skradinske Delicije“ in Skradin


75 Hafen von Skradin

Bevor wir mit der Vespa zurück zum Campingplatz fahren, gehen wir an einem Badeplatz am Prukljan-See in Skradin schwimmen. Den Abend verbringen wir wieder im Campingresort.   

Primosten – einer der malerischsten Küstenorte an der Adria

Am Samstagmorgen wollen wir mit der Vespa an der Küste entlang bis Primosten fahren. Zeitig beginnen wir unseren Ausflug und kommen bereits nach ca. einer Stunde gemütlicher Rollerfahrt entlang der dalmatinischen Küste in Primosten an.


76 Denkmal mit dem Esel, dem einzigen Beförderungsmittel in der Altstadt von Primosten

In der Nähe von Primosten befindet sich der Campingplatz Camp Adriatik, Huljerat 1/a, HR-22202 Primosten, (GPS: N43°36‘23“E15°55‘20“). Der Campingplatz liegt ca. 4 km nördlich von Primosten und ist an der Steilküste terrassenförmig angelegt. Bei der Besichtigung des Campingplatzes stellen wir fest, dass wir mit unserem großen Wohnmobil kaum einen geeigneten Platz gefunden hätten. Wir sind deshalb froh, dass wir mit unserem Wohnmobil nicht umgesetzt sind und Primosten mit der Vespa vom Campingresort Solaris aus besichtigt haben. 

Der Inselort Primosten war früher nur über eine Zugbrücke mit dem Festland verbunden, türkisch-bosnische Truppen hielt man sich so zumindest anfänglich vom Leibe. Heute ist der Ort durch einen Damm mit dem Festland verbunden. Dicht an dicht stehen die Häuser auf einem kegelförmigen Hügel und werden nur vom Kirchturm der Kirche Sveti Juraj überragt. Hildegard war vor über 40 Jahren bereits einmal in Primosten. Das damalige verschlafene Fischerdörfchen ist nun ein vom Tourismus geprägter und vom Fremdenverkehr dominierter Urlaubsort, der viel von seinem Charme eingebüßt hat. 


77 Badestrand in Primosten


78 Fußweg um die Altstadt von Primosten


79 Hafen in Primosten

Nach einem Spaziergang durch den Ort fahren wir entlang der Küstenstraße weiter Richtung Süden bis zu einer Aussichtsterrasse, von wo aus wir das Postkartenmotiv Primosten fotografieren können.


80 Postkartenansicht von Primosten

Unser Weg führt uns nach Rogoznica. Der in Skipper-Kreisen bekannte Ort verfügt über eine große, gut ausgestattete Marina. Weitere Sehenswürdigkeiten sind nicht zu erwarten, deshalb fahren wir die Küstenstraße wieder zurück zum Campingplatz.


81 Blick auf Rogoznica

Auf den Weg nach Sibenik ist uns der Wegweiser „Sveti Ante“ aufgefallen. Wir sehen in den Kartenunterlagen nach und finden dort einen Wander- und Radweg der von Zablace am Kanal Sveti Ante entlang bis zur Marina Mandalina von Sibenik führt. Am nächsten Morgen fahren wir mit den E-Bikes nach Zablace, einem kleinen Fischerdorf das sich nur wenige Kilometer neben dem Campingresort Solaris befindet. Von dort aus führt eine Teerstraße bis zum Badeplatz in der Bucht von Skar mit Blick auf die vom Wasser umgebenen Festung Tvrdava sveti Nikola, einer der schönsten Festungen Kroatiens. Die Bucht von Skar ist der Lieblingsstadtstrand von Sibenik. Von der venezianischen Festungsanlage aus wurde die Zufahrt vom Meer nach Sibenik kontrolliert. Der Kanal Sveti Ante ist die Mündung des Krka-Flusses und der einzige Zugang vom Meer nach Sibenik.


82 Badeplatz in der Bucht von Skar


83 Festung Tvrdava sveti Nikola

Von dort aus fahren wir einen neugebauten Fuß- und Radweg entlang am Kanal Sveti Ante und haben eine wunderbare Aussicht auf die Festung und die umliegende Landschaft. Auf halbem Wege geht der Weg 900 m eng und steil bergauf und das Befahren mit dem Fahrrad ist aus Sicherheitsgründen verboten. Trotz Verbot schaffen wir es, mit unseren E-Bikes einen Teil des steilen und schmalen Bergpfads hochzufahren. Oben angekommen werden wir mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Von hier aus kann man die gesamte Schifffahrtsstraße von Sibenik bis ins offene Meer und zur Festung übersehen. Es geht weiter am Wasser entlang bis zur Marina Mandalina am Ortstrand von Sibenik.


84 Kanal Sveti Ante


85 Kanal Sveti Ante


86 Kanal Sveti Ante


87 Fuß- und Radweg am Kanal Sveti Ante


88 Kanal Sveti Ante mit Blick auf Sibenik


89 Kanal Sveti Ante

Auf der Straße fahren wir zurück bis nach Zablace. Dort essen wir in der Konoba Batana, Obala Palih Boraca 26, HR-22000 Zablace-Sibenik, hervorragenden Fisch zu Mittag.  Nach dem Essen besichtigen wir den Campingplatz von Zablace, der allerdings wenig einladend wirkt. Den restlichen Nachmittag verbringen wir im Campingresort.


90 Campingplatz Zablace-Sibenik


91 Konoba Batana in Zablace-Sibenik

Tagesetappe 5:
Montag, 06.07.2015 von Sibenik nach Seget Vranjica
Tageskilometer: insgesamt: 53 km
Übernachtung: auf Campingplatz: Belvedere Trogir, Kralja Zvonimira 62, HR-21218 Seget Vranjica, GPS: N43°30`39" E16°11`35" 
Anzahl Übernachtungen: 2
Kosten: 70,11 € (525 Kunar)
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für drei Übernachtung: 70,11 €

Das mittelalterliche Trogir – ein Schatzkästchen mit vielen Sehenswürdigkeiten

Am Montagmorgen entscheiden wir uns zur Weiterfahrt Richtung Süden entlang an der dalmatinischen Küste. Unser nächstes Reiseziel ist der Campingplatz Belvedere Trogir, Kralja Zvonimira 62, HR-21218 Seget Vranjica. Der Campingplatz ist sehr großzügig in Terrassen angelegt und auch für große Wohnmobile sehr gut geeignet. Es sind noch sehr viele Plätze frei und die Platzauswahl fällt uns schwer. Die Plätze mit Schatten sind rar. Es ist sehr heiß und die Luft bewegt sich kaum. Nachdem wir unser Wohnmobil auf einem schönen Terrassenplatz mit Blick auf das Meer eingeparkt hatten, waren wir aufgrund der Hitze nicht mehr in der Lage, irgendetwas zu unternehmen. Wir verbringen den restlichen Tag auf dem Campingplatz und gehen mehrfach im Meer schwimmen.


92 Stellplatz am Campingplatz Seget Vranjica


93 Blick vom Stellplatz auf das Meer


94 Schwimmbad im Campingplatz Seget Vranjica


95 Badeplatz am Steilufer im Campingplatz Seget Vranjica


96 Kiesstrand am Campingplatz Seget Vranjica

Am Abend wird es ein wenig kühler und wir entscheiden uns für einen kleinen Spaziergang auf dem Fußweg, der vom Campingplatz am Meer entlang führt und in Seget Vranjica endet. Danach geht es steil bergauf durch den Ort und auf der anderen Seite wieder steil bergab zum Hafen von Seget Vranjica. Dort trinken wir noch ein Glas Wein und gehen den halbstündigen Weg wieder zurück zum Campingplatz. 


97 Spazierweg am Meer entlang in den Ort Seget Vranjica


98 Blick vom Campingplatz am Abend über das Meer

In der Rezeption des Campingplatzes erfahren wir, dass täglich mehrmals nach einem festen Fahrplan vom Campingplatz aus bis zur Altstadt von Trogir ein Bootstaxi fährt. Wegen der großen Hitze nehmen wir das erste Boot und fahren um 09:00 Uhr in die Altstadt von Trogir. Wir kommen nach ca. einer halbstündigen Fahrt im Hafen von Trogir an. Die Bootstaxifahrt kostet für zwei Personen hin und zurück 80 Kunar (ca. 10,60 Euro).


99 Anlegestelle für Bootstaxi am Campingplatz Seget Vranjica


100 Blick vom Bootstaxi auf den Strand vom Campingplatz und die Kirche von Seget Vranjica

Trogir ist eine Hafenstadt in Kroatien und liegt in Mitteldalmatien etwa 25 Kilometer westlich von Split. Die gesamte Altstadt von Trogir zählt seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Neben Dubrovnik ist Trogir die einzige Stadt Dalmatiens, die ihr mittelalterliches Stadtbild fast perfekt bewahrt hat. Die Stadtmauern von Trogir stammen aus dem 13. Jahrhundert.


101 Stadtansicht von Trogir mit Hafen

Wir beginnen unseren Stadtspaziergang an der spätmittelalterliche Festung Kamerlengo, laufen durch die schmalen Innenstadtgassen an unzähligen Restaurants vorbei bis zum zentralen Platz von Trogir, der Trg Ivan Pavla II, mit den wichtigsten öffentlichen Bauten, der Kathedrale, dem Rathaus, der Stadtloggia und dem Uhrturm. Dann laufen wir durch die Ulica Kohl-Genschera und durch das Landtor zum außerordentlich schönen Markt mit Obst, Gemüse, Brot, Blumen und Kräutern, der auf der anderen Seite des Fosa-Kanales liegt. Nachdem wir auf dem Markt eingekauft haben, laufen wir zurück zum Hafen und fahren wegen der großen Hitze gegen Mittag mit dem Boot zurück zum Campingplatz.


102 Spätmittelalterliche Festung Kamerlengo in Trogir


103 Innenstadtgasse von Trogir


103a Innenstadtgasse von Trogir


104 Kathedrale in Trogir


105 Kathedrale in Trogir


106 Rathaus in Trogir


107 Uhrturm in Trogir


108 Landtor in Trogir


109 Obst- und Gemüsemarkt in Trogir

Am gestrigen Abend ist uns in Seget Vranjica das Restaurant Samac, Obala Mira Baresica 57, HR-21218 Seget Vranjica direkt am Hafen aufgefallen, das überaus gut besucht war. Mit unseren E-Bikes fahren wir dort hin und essen vorzüglichen Tintenfisch zu Mittag. Den Nachmittag verbringen wir wieder mit häufigem Baden im Meer auf dem Campingplatz.


110 Restaurant Samac in Seget Vranjica

Tagesetappe 6:
Mittwoch, 08.07.2015 von Seget Vranjica nach Keutschach/See
Tageskilometer: insgesamt: 598 km
Übernachtung: auf Campingplatz: Müllerhof, Dobein 10, A 9074 Keutschach/See, GPS: N46°42'24.2" E11°39'1.7"
Anzahl Übernachtungen: 4
Kosten: 120,80 Euro
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für vier Übernachtungen: 120,80 Euro

Eigentlich wollen wir noch bis Split fahren, um die Stadt zu besichtigen. Das für diese Jahreszeit übliche heiße Wetter hält uns jedoch von einer weiteren Stadtbesichtigung ab und wir entscheiden uns, die restlichen Urlaubstage in Kärnten zu verbringen.

Das Seental Keutschach – die Natur hat alles getan, damit man sich hier erholen kann

Gegen 10:00 Uhr brechen wir auf und wählen als Etappenziel den Campingplatz Slapic, Mrežnicki Brig bb, HR-47250, Duga Resa in Kroatien. Dieser Platz liegt etwa auf der halben Strecke. Wir fahren über die A1 von Trogir bis zur Ausfahrt Karlovac und dann noch ca. 10 km über Land nach Duga Resa. Ohne Beschilderung in der Stadt Karlovac und auf dem Weg dorthin hätten wir anhand unserer Navigation den Campingplatz nicht gefunden. Als wir am späten Mittag dort ankommen, steht die Luft und es ist außerordentlich heiß. Der Campingplatz hat nur wenige Schattenplätze, die alle belegt sind. Wir entscheiden uns kurz entschlossen weiterzufahren.

Das Navi zeigt bis nach Kärnten noch 260 km und wir denken, dass wir das nächste Ziel in ca. drei Stunden schaffen können. Die ersten 68 km von Karlovac in Kroatien nach Novo Mesto in Slowenien führen in Serpentinen über die Berge. Auch ist unterwegs auf der Strecke kein Restaurant geöffnet, wo wir zu Mittag essen könnten. Deshalb halten wir an einem Parkplatz auf der Passhöhe und leben von unseren Vorräten. Als wir nach ca. 2 Stunden die Autobahn in Slowenien erreichen ist es bereits früher Abend. Kurz vor dem Karavankentunnel erreicht uns der Regen und es kühlt merklich ab. An Autobahngebühren in Kroatien bezahlen wir 307 Kuna (ca. 41,00 Euro) und in Slowenien 36,50 Euro. 

Bei Gewitter und im strömenden Regen kommen wir gegen 20.00 Uhr an unserem Ziel, dem Campingplatz Müllerhof, Dobein 10, A 9074 Keutschach/See an. Der gemütliche Campingplatz und die fantastische Umgebung sind uns bereits aus früheren Urlaubsbesuchen bekannt. Mit einem erfrischenden Bad im See wird es heute nichts mehr. Wir verbringen den restlichen Abend bei angenehmen Temperaturen im Wohnmobil.  



111 Stellplatz am Campingplatz Müllerhof 


112 Badesteg am Keutschacher See am Campingplatz Müllerhof


113 Keutschacher See am Campingplatz Müllerhof
    
Am Donnerstagmorgen scheint wieder die Sonne bei angenehmen Temperaturen. Wir fahren mit dem Fahrrad zum nächstgelegenen Supermarkt auf der anderen Seeseite und ergänzen unsere Vorräte. Am Mittag gehen wir im Campingrestaurant essen und verbringen den restlichen Tag mit Sonnenbaden und Schwimmen im wunderbaren Keutschacher See. Am Abend fahren wir mit den E-Bikes den steilen Berg hinter dem Campingplatz hinauf zum Buschenschank Krainz, Dobein 5. Ein Buschenschank ist ein Bauernhof, der in einem begrenzten Zeitrahmen nur mit eigenen Produkten Gäste bewirten darf.  Wir genießen eine ausgezeichnete Brettljause und einen schmackhaften Most, sowie selbst gebackenen Kuchen zum Nachtisch und lauschen der gemütlichen Unterhaltungsmusik von zwei einheimischen Musikanten.


114 Buschenschank Krainz in Keutschach


115 Buschenschank Krainz in Keutschach


116 Brettljause beim Buschenschank Krainz in Keutschach

Lindwurmstadt Klagenfurt - das historische, wirtschaftliche und kulturelle Herz des Bundeslandes Kärnten

Am Freitagmorgen fahren wir mit der Vespa nach Klagenfurt. Wir kennen Klagenfurt bereits von mehreren früheren Besuchen und bummeln durch die Fußgängerzone. Klagenfurt ist eine der schönsten Altstädte Österreichs (dreimal ausgezeichnet mit dem Europa-Nostra-Diplom) und wurde mit viel Einfühlungsvermögen saniert, dabei wurden über 50 Arkadenhöfe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


117 Lindwurmdenkmal am Neuen Platz in Klagenfurt


118 Landhaus in Klagenfurt


119 Heiligengeistkirche in Klagenfurt


120 Einkaufsstraße in der Fußgängerzone von Klagenfurt

Auf der Rückfahrt fahren wir in Viktring bei den Sport-Outlets vorbei. Dann kaufen wir in einem Supermarkt noch einige Vorräte ein und fahren zurück zu Campingplatz wo wir den Nachmittag bei wunderschönem Badewetter verbringen.

Maria Wörth – das Herz vom Wörthersee

Kurzfristig entscheiden wir uns für einen Abendausflug mit dem Roller nach Maria Wörth am Wörthersee. Das malerische Maria Wörth liegt am Südufer des Wörther Sees eingebettet in einer der reizvollsten Landschaften Kärntens und erhält seine bezaubernde Charakteristik durch die beiden Kirchen, die "mitten" im See liegend das "Herz vom Wörthersee" genannt werden. Bereits im Jahr 875 wurde auf dem höchsten Plateau der Insel in Maria Wörth die erste Marienkirche errichtet. Ein überdachter Stiegenaufgang führt zur Kirche empor und durch ein spätgotisches Rundbogentor betritt man den Friedhof mit seinen kunstvollen, schmiedeeisernen Grabkreuzen.


121 Pfarr- und ehemalige Stiftskirche Maria Wörth


122 Aufgang zur Winterkirche


123 Winterkirche in Maria Wörth


124 Stiegenaufgang zur Pfarrkirche Maria Wörth


125 Karner mit Friedhof in Maria Wörth


126 Blick am Abend über den Wörthersee von Maria Wörth

Nach unserem Spaziergang durch das malerische Maria Wörth und Besichtigung der Kirchen fahren wir in der Abenddämmerung zum Aussichtsturm Pyramidenkogel nördlich vom Keutschacher See. Der neue Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel stellt eine Schraube aus verdrehten Ellipsen dar. Er ist weltweit der höchste Holzaussichtsturm, mit der höchsten überdachten Rutsche Europas und drei frei begehbaren Aussichtsplattformen.


127 Aussichtsturm Pyramidenkogel am Abend

Kurz vor Eintritt der Dunkelheit genießen wir die romantische Abendstimmung mit einem tollen Ausblick bis zum Wörthersee. Auf der Rückfahrt kommen wir am Gasthaus Mariandl vorbei. Wir haben noch Hunger und wollen eine Kleinigkeit essen. Im Gastgarten ist richtig was los. Es herrscht eine tolle Stimmung. Auf der Bühne spielt, wie jeden Freitagabend, das Kärtnerlandtrio mit Michaela und Christine abwechselnd stimmungsvolle, alpenländische sowie volkstümliche Musik und moderne Tanzmusik und begeistert das Publikum. Es wird abwechselnd geschunkelt, gesungen und getanzt und wir haben bei der Livemusik richtig Spaß. In der Nacht fahren wir die Serpentinen vom Pyramidenkogel zurück zum Keutschacher See und zum Campingplatz.


128 Kärtnerlandtrio im Gasthaus Mariandl

Am Samstagvormittag fahren wir mit der Vespa wieder auf den Pyramidenkogel, damit wir den Aussichtsturm und die wunderbare Fernsicht noch einmal bei Tageslicht genießen können.


129 Aussichtsturm Pyramidenkogel am Tag


130 Aussicht vom Pyramidenkogel auf den Wörthersee


131 Aussicht vom Pyramidenkogel auf den Wörthersee


132 Aussichtsturm Pyramidenkogel

Anschließend wollen wir in einem uns bekannten Buschenschank Mittagessen gehen. Der Buschenschank öffnet jedoch erst um 16.00 Uhr. Deshalb fahren wir mit der Vespa das Keutschacher Seental entlang bis Viktring, dann weiter zum Wörthersee Südufer bis nach Reifnitz. Dort gehen wir im Restaurant Pizzeria Schmankerl Stub’n, Seenstraße 2, A-9081 Reifnitz im sehr schönen und schattigen Gastgarten Schnitzel essen. Die Schnitzel sind so groß, dass wir die Hälfte einpacken und für eine Vesper mitnehmen. Den restlichen Nachmittag verbringen wir am gemütlichen Campingplatz mit Sonnenbaden und Schwimmen. Am Abend gibt es wieder ein Gewitter und wir verbringen den Abend deshalb im Wohnmobil.


133 Restaurant Pizzeria Schmankerl Stub’n in Reifnitz

Tagesetappe 7:
Sonntag,12.07.2015 von Keutschach/See nach Übersee-Almau
Tageskilometer: insgesamt: 249 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Bauernhof Steiner, Almfischer 11, D-83236 Übersee-Almau, GPS: N47°48'35"E12°29'33"
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: 11,00 Euro
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für eine Übernachtung: 11,00 Euro

Auf der Heimfahrt am Sonntagvormittag entscheiden wir uns noch für einen Zwischenstopp in der Nähe vom Chiemsee und fahren auf den Wohnmobilstellplatz Bauernhof Steiner, Almfischer 11, D-83236 Übersee-Almau. Dort kommen wir mittags an und wollen dort noch den restlichen Nachmittag bei sehr schönem Sommerwetter und eine Nacht verbringen. Der Wohnmobilstellplatz Almfischer ist uns bereits von einem früheren Aufenthalt bekannt. Er verfügt mehr als 30 Stellplätze, die auch für große Wohnmobile sehr gut geeignet sind, sowie über Duschen, WC, Stromversorgung, Ver- und Entsorgung und einen gemütlichen Aufenthaltsraum mit Küche in einem Blockhaus. Der sehr gepflegte Stellplatz ist auch für Familie mit Kindern sehr gut geeignet, da auf dem Bauernhof sehr viele verschiedene Kleintiere gehalten werden. Außerdem stehen für die Stellplatzbenutzer eine große Wiese und ein Kinderspielplatz zur Verfügung.


134 Wohnmobilstellplatz Almfischer


135 Wohnmobilstellplatz Almfischer vor Bergkulisse


136 Bauernhaus Wohnmobilstellplatz Almfischer


137 Blockhaus auf dem Wohnmobilstellplatz Almfischer

Nach einem faulen Nachmittag auf dem Stellplatz wollen wir noch mit den E-Bikes in den nahen Ort Übersee fahren und Pizza essen gehen. Auf der Hinfahrt kommen wir am Wohnmobilstellplatz Bauernhof Schmid, Stegen 4, D-83236 Übersee-Stegen (GPS: N47°48‘44“E12°29‘18“) vorbei. Der Wohnmobilstellplatz hat 28 Stellplätze und ist sehr gut besucht. Er ist auch für große Wohnmobile gut geeignet und verfügt über Stromversorgung, WC und Ver- und Entsorgung. Wir finden den Stellplatz Almfischer allerdings gemütlicher.


138 Wohnmobilstellplatz Bauernhof Schmid

Auf unseren Smartphone haben wir nach einer Pizzeria in Übersee gesucht. Als wir dort ankommen, sehen wir dass es ein sehr alter Gasthof mit großem Gastgarten ist. Der Gastgarten im Gasthaus Jobst, Al Antonio, Dorfstraße 15, D-83236 Übersee ist gut besucht. Wir entscheiden uns hierzubleiben und bestellen Getränke, Pizza und Salat. Die Bedienung und der Koch scheinen etwas überfordert zu sein und wir müssen sehr lange auf unser Essen warten.


139 Ortsmitte von Übersee


140 Gasthaus Jobst Al Antonio in Übersee

Nach dem Essen radeln wir zurück und verbringen den restlichen Abend vor dem Wohnmobil.   
 
Tagesetappe 8:
Montag, 13.07.2015 von Übersee-Almau nach Rednitzhembach 
Tageskilometer: insgesamt: 263 km

Am Montagvormittag fahren wir auf dem direkten Weg nach Hause und kommen gegen Mittag zu Hause in Rednitzhembach an.

Die Südsteiermark ist ein Geheimtipp. Sowohl die der Toskana ähnliche Landschaft mit den großartigen Weinbergen, als auch das südliche Klima und die besondere Gastfreundschaft zeichnen das Rebenland der Südsteiermark aus. Es lohnt sich auf jeden Fall, hier Halt zu machen, um die ursprüngliche Landschaft, den hervorragenden Wein und die deftige steirische Küche zu genießen. 

Kroatien ist immer eine Reise wert. Das kristallklare Meer und die herrlichen Strände laden zum Schwimmen und Tauchen ein. Aber auch die Berge mit den gewaltigen Felsformationen sind zum Wandern wie geschaffen. Charmante alte, ehrwürdige Städte mit antiken Bauwerken und wertvollen Kunstschätzen laden zum Besuch ein.   Kroatien bietet einen erlebnisreichen Urlaub in einer der schönsten Regionen des Mittelmeeres.

Kärnten mit dem Wörthersee, die Luxusbadewanne der Nation, lockt uns immer wieder zu einem Besuch. Insbesondere der naturbelassene Keutschacher See hat unsere Freundschaft gefunden. Deshalb verbringen wir hier immer wieder gerne einige Urlaubstage auf dem Campingplatz Müllerhof.  

Wohnmobil-Logbuch          
Reise:       Mitteldalmatien in Kroatien über die   
        Südsteiermark und Kärnten    
Etappe Datum   Wochentag von nach km
1   24.06.2015   Mittwoch Rednitzhembach Sankt Pankraz 359
2   25.06.2015   Donnerstag Sankt Pankraz Leutschach 214
3   29.06.2015   Montag Leutschach Tisno/Jezera 469
4   02.07.2015   Donnerstag Tisno/Jezera Sibenik 37
5   06.07.2015   Montag Sibenik Seget Vranjica 53
6   08.07.2015   Mittwoch Seget Vranjica Keutschach/See 598
7   12.07.2015   Sonntag Keutschach/see Übersee-Almau 249
8   13.07.2015   Montag Übersee-Almau Rednitzhembach 255
               
    Fahrstrecke gesamt:     2234

Fahrtkostenzusammenstellung:
Fahrtkosten Diesel: 314,59 Liter   
Gesamtkosten Diesel: 374,40 €  
Gesamtfahrstrecke: 2.234 km
Durchschnittskosten je Liter: 1,19 €  
Durchschnittsverbrauch je 100 km: 14,08 Liter

Übernachtungskostenzusammenstellung:
Anzahl Übernachtungen: 19 
Gesamtkosten Übernachtungen: 509,46 €
Durchschnittskosten je Übernachtung: 26,81 €
Nebenkosten insgesamt: 293,57 €  
Gesamtkosten: 1.177,42 €
Durchschnittskosten je Übernachtung: 61,97 €

Copyright © 2015
Helmut Dammer und Hildegard Löffler-Dammer, Rednitzhembach

 

Zusätzliche Informationen